Die Querung der zweigleisigen Straßenbahn über die Bundesstraße B36 im Bereich Siemensallee/Neureuter Straße wurde im Jahr 2025 umfassend instandgesetzt und technisch auf den aktuellen Stand gebracht. Der Abschnitt gehört zu den verkehrsreichsten innerstädtischen Bereichen im Norden Karlsruhes und ist sowohl für den städtischen ÖPNV als auch für den motorisierten Individualverkehr (MIV) eine kritische Leistungsstelle.
Aufgrund zunehmender Abnutzungserscheinungen an der bestehenden Gleistragkonstruktion sowie der steigenden Beanspruchung durch höhere Taktfrequenzen im Straßenbahnbetrieb und hohen Verkehrslasten im Straßenraum war eine grundhafte Erneuerung erforderlich. Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) entschieden sich für die Verwendung des stelcon® Gleistragplattensystems des Typs CROSS ULTRA, die betrieblichen Anforderungen des ÖPNV sowie die geometrischen Randbedingungen der querenden Verkehrsflächen erfüllt.
Die Maßnahme wurde im November 2025 planmäßig abgeschlossen. Die neue Bauweise gewährleistet nun eine langlebige, wartungsarme und bestandskompatible Konstruktion, die sowohl die Schienenfahrzeuge als auch den darüber geführten Straßenverkehr sicher trägt und die Einbindung in die komplexe Verkehrsinfrastruktur gewährleistet.
Zentraler Bestandteil der Maßnahme war die vollständige Erneuerung des zweigleisigen Übergangs, ohne die angrenzende Infrastruktur wesentlich zu verändern. Die technische Auslegung musste sowohl die Straßenbahnlasten nach BOStrab als auch die Verkehrslasten der Bundesstraße aufnehmen.
Besonders relevant war die Vorgabe, die Querung mit nur einer mittigen Längsfuge auszuführen, um Schwingungsanregungen und Lärm zu reduzieren und zugleich spätere Unterhaltungsarbeiten zu minimieren. Darüber hinaus musste das neue System vollständig mit vorhandenen Oberleitungsanlagen, Schienenprofilen und Spurführungen kompatibel sein. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der sicheren Nutzbarkeit durch Fußgänger und Radfahrer, wofür eine rutschhemmende und ebene Oberfläche vorgesehen wurde.
Insgesamt war ein Tragwerk gefordert, das dynamische Lasten aus dem Straßenbahnbetrieb und variable Lasten des Straßenverkehrs dauerhaft aufnehmen kann, ohne die Funktionalität der Querung einzuschränken.
Die Erneuerung der Querungsstelle ist Teil der langfristigen Strategie der VBK Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH, hochbelastete Gleisabschnitte strukturell zu modernisieren und die Verfügbarkeit des Straßenbahnnetzes nachhaltig zu erhöhen. Die Lage im Kreuzungsbereich zweier stark frequentierter Verkehrsachsen stellte dabei hohe Anforderungen an die Tragfähigkeit, die geometrische Genauigkeit und die Bestandskompatibilität des neuen Systems. Zu Beginn der Planung wurden der Gleisunterbau, die Höhen- und Lagegeometrie sowie sämtliche Schnittstellen zur Oberleitungsanlage detailliert untersucht. Ergänzend wurden die Anforderungen des motorisierten Individualverkehrs sowie des Rad- und Fußverkehrs erfasst und die vorhandene Entwässerungssituation bewertet. Diese umfassende Bestandsanalyse führte zur Auswahl der stelcon® CROSS ULTRA Gleistragplatte, da dieses System die geforderten Eigenschaften hinsichtlich Tragfähigkeit, Einbindung in die vorhandenen Strukturen und langfristiger Dauerhaftigkeit am zuverlässigsten erfüllte.
Auf Grundlage der Bestandsdaten wurde die Gleistragkonstruktion konstruktiv so ausgelegt, dass sie eine sichere Lastabtragung gewährleistet und die Schienenbefestigung in ein weitgehend fugenarmes System integriert. Durch die minimale Anzahl an Längs- und Querfugen wird nicht nur der spätere Unterhaltungsaufwand reduziert, sondern auch ein ruhiges und verschleißarmes Laufverhalten der Straßenbahn sichergestellt. Die für den Übergang erforderlichen Sonderplatten wurden anhand der vorhandenen Geometrie präzise ausgearbeitet, sodass Radien, Längs- und Querneigungen sowie die Höhenlage ohne zusätzliche Anpassungsarbeiten vor Ort umgesetzt werden konnten. Die werkseitige Vorfertigung der Platten trug maßgeblich zu einer konstant hohen Ausführungsqualität bei und minimierte gleichzeitig Fehlerquellen und Einbauzeiten – ein entscheidender Vorteil in einem so stark belasteten Verkehrsraum.
Nach dem Ausbau der Bestandskonstruktion und der Optimierung des Unterbaus konnten die neuen Platten millimetergenau verlegt werden. Anschließend wurden die Schienen befestigt und die verbliebenen Fugen vergossen. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen der VBK und der BTE stelcon® GmbH bereits im Vorfeld der Planungen sowie den hohen Vorfertigungsgrad konnte der Bauablauf staufrei und ohne Verzögerungen durchgeführt werden.
Die Querung wurde im November 2025 für den Verkehr freigegeben.
Mit der bewährten Gleistragplattenkonstruktion, welche sich bei der VBK Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH schon mehrfach im Einsatz befindet, steht nun eine weitere langlebige und technisch robuste Lösung für einen sehr stark befahrenen Übergang dem Karlsruher Straßenbahnnetz zur Verfügung. Das CROSS ULTRA System gewährleistet eine hohe Betriebssicherheit, reduziert den Wartungsaufwand und bietet eine dauerhaft belastbare Konstruktion sowohl für den ÖPNV als auch für den Straßenverkehr.
Wenn Sie ebenfalls vor einer komplexen Instandsetzungsaufgabe stehen oder individuelle Gleistragplattensysteme benötigen, beraten wir Sie gerne persönlich. Gemeinsam finden wir die passende technische Lösung für Ihr Projekt.
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