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Flächenbefestigung mit Ortbeton: das sind die Vor- und Nachteile

Seit vielen Jahrzehnten werden Verkehrsflächen, Lagerflächen und Industrieflächen in Ortbetonbauweise hergestellt. Beton besteht aus Zement, grob- und feinkörnigen Gesteinskörnungen sowie Wasser und ist besonders angesagt, wenn hohe Flächenbelastungen erwartet werden. Was sind die Vor- und Nachteile bei der Flächenbefestigung mit Ortbeton? Und gibt es echte Alternativen?

Flächenbefestigung mit Ortbeton

Beton ist bezogen auf die Einbaudicke stärker belastbar als Asphalt oder Pflasterflächen. Dabei ist die Weiterentwicklung nicht stehen geblieben: heute werden moderne Einbaumaschinen wie Deckenfertiger und Flügelglätter zum Einbau verwendet. Darüber hinaus machen Zuschlagstoffe wie z.B. Luftporenbildner, Fließmittel und Hartstoffeinstreuungen Beton zu einem modernen Baustoff.

 

Was sind die Vor- und Nachteile bei der Flächenbefestigung mit Ortbeton?

Eine Betonfläche erfordert keine Wartung und keine Unterhaltskosten

Eine weit verbreitete Meinung ist, dass Betonbodenplatten eine hohe Lebensdauer besitzen und während ihrer gesamten Lebensdauer keinerlei Unterhaltskosten entstehen. Dies kann bei sorgfältiger Planung, Bemessung und Konstruktion tatsächlich so sein.

Jedoch sind bei einem multifunktionalen Bauteil die unterschiedlichsten Anforderungen zu beachten und entsprechend bei der Planung zu berücksichtigen.

Flächenbefestigung mit Ortbeton

Die Mischung der Anforderungen macht es aus

Bei Fahr- und Lagerflächen in der Industrie und Logistik liegt der Schwerpunkt meist auf der Belastung durch schweren LKW- und Gabelstaplerverkehr. Der verwendete Beton muss eine hohe Druckfestigkeit und Verformungsstabilität aufweisen. Die Oberfläche sollte einen hohen Verschleißwiderstand besitzen. Nicht zuletzt ist ein hoher Frost- und Tausalzwiderstand unabdingbar für eine lange Lebensdauer. Weiterhin sollten Sie bei der Planung die Ebenheit und die Griffigkeit bzw. Rutschfestigkeit berücksichtigen.

Dies stellen Sie durch die Wahl regelgerechter Betonausgangstoffe sowie durch eine geeignete Betonzusammensetzung sicher. Durch Prüfungen auf der Baustelle, ist der Nachweis zu erbringen, dass der Beton die gewünschten Eigenschaften auch erreicht. 

Um eine ausreichende Frost-Tausalzbeständigkeit sicherzustellen, müssen dem Beton Mikroluftporen in richtiger Menge hinzugegeben werden. 

Die Griffigkeit wird häufig nach dem Glätten durch das Aufbringen eines Besenstriches bzw. nach dem Aufsprühen eines Oberflächenverzögerers, durch das trockene Ausbürsten nach der Erhärtung noch verbessert.

Eine Nachbehandlung der Betonfläche sollten Sie einkalkulieren, um dem Frühschwinden und damit der frühzeitigen Rissbildung entgegenzuwirken. Nachbehandlungsmaßnahmen sind zum Beispiel das Abdecken der Betonoberfläche mit Folien, ständiges Feuchthalten und die Anwendung von geeigneten flüssigen Nachbehandlungsmittel.

 

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Mut zum Risiko?

Qualitativ hochwertige Betonbodenplatten sollten sorgfältig geplant und durch qualifizierte Fachbetriebe ausgeführt werden. Trotzdem entstehen häufig Schäden an stark beanspruchten Betonflächen. Zwischen Planung und Ausführung liegen oft viele Monate. 

So machen extreme Temperaturen das Betonieren fast unmöglich. Nur durch geeignete Maßnahmen wie z.B. eine auf das Bauvorhaben abgestimmte Nachbehandlung führen dann, nicht risikolos, hoffentlich noch zu einem akzeptablen Ergebnis.

Häufig wird bei der Ausführung von Fahr- und Lagerflächen aus Beton die Zeitschiene vernachlässigt und es entstehen Schäden durch zu frühzeitige Belastung. Denn Beton benötigt Zeit und muss aushärten bevor er belastet werden kann. Abgesehen von Pilotprojekten unter dem Einsatz von Schnellzement und dem Einbau unter hoch aufwendigen Anforderungen, benötigt der Frischbeton rund 28 Tage um eine normierte Festigkeit zu erreichen.

Sind erst Schäden am Beton aufgetreten, müssen diese durch aufwendige und zeitintensive Verfahren saniert werden. Es gibt heute eine ganze Reihe von Spezialverfahren und Materialien zur Betoninstandsetzung, diese kosten jedoch, viel Zeit und viel Geld und bedeuten einen Nutzungsausfall der Fläche.

Wollen Sie diese Risiken also wirklich eingehen? Oder gibt es eine Alternative zur Flächenbefestigung mit Ortbeton?

Flächenbefestigung mit Betonplatten

Beton Großflächenplatten: eine echte Alternative zu Ortbeton

Die stelcon GROUND Großflächenplatte zur Flächenbefestigung erfüllen die Vorteile einer hochbelastbaren Ortbetonfläche ohne großes Baustellenrisiko. Sie sind sofort nach der Verlegung befahrbar und garantieren durch modernste Fertigungsmethoden und permanente strenge Güteüberwachung, beste Qualität und lange Lebensdauer. Sie sind wiederverwendbar, flexibel einsetzbar und sollte doch einmal eine Platte beschädigt werden, ist diese durch die stets lieferbaren, preiswerten Standardformate, im Nu ausgetauscht und die Fläche wieder nutzbar.

 

Fazit

Verkehrsflächen, Lagerflächen und Industrieflächen aus Ortbeton sind höher belastbar als Flächen aus Asphalt und Pflastersteinen. Sie sind jedoch nicht wiederverwendbar und die Zeit zwischen dem Baubeginn und der Nutzung ist erheblich länger. Betrachten Sie darüber hinaus die Lifecycle-Kosten, so fällt die Entscheidung immer öfter auf Betongroßflächenplatten.

 

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Rainer Schädler

Autor: Rainer Schädler

Rainer Schädler ist Industriekaufmann und seit 1996 für die Firma BTE Stelcon GmbH im Vertrieb im Einsatz. Als Fachberater im Innen- und Außendienst betreut er seit vielen Jahren Kunden rund um das stelcon-Produktprogramm. Spezialisiert hat er sich auf den Bereich Flächenbefestigungen und Umweltschutzprodukte.
T: +49 151 12536566 | M: +49 172 6344685 | E-Mail: r.schaedler@stelcon.de